
Wie kann das Buch aus Bochum Kindern helfen?
In dem Kinderbuch vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Bochum geht es um einen Fuchs und eine Dachsfamilie. Es erzählt die Geschichte des kleinen Fuchses Jakob, dessen Eltern sich nicht gut um ihn kümmern. Er wird vorübergehend von Wildgänsen betreut, bis er bei einer Dachsfamilie ein dauerhaftes Zuhause findet. Die Geschichte soll Kindern helfen, ihre eigenen Erfahrungen besser zu verarbeiten und sich mit ihrer Geschichte und Biographie auseinander zu setzen.
„Es geht darum, für die eigenen Gefühle und Empfindungen, die die Kinder nicht zuordnen können, Worte zu finden und sich selbst besser zu verstehen“, erläutert Marina Blessing vom SkF.
Finanziell gefördert wurde das Projekt durch die Caritas-Stiftung im Bistum Essen, um Kindern mit oft traumatischen Erfahrungen eine Stimme für ihre unklaren Gefühle zu geben.
Erzählung beruht auf einer wahren Geschichte aus Bochum
Die Erzählung beruht laut dem SkF auf einem realen Fall aus Bochum. Eine Pflegemutter hatte die Geschichte ursprünglich in Tierfiguren übersetzt, um ihrem eigenen Pflegekind seine Herkunft altersgerecht zu erklären. Ihr war vor allem die Botschaft wichtig, dass Familie nicht nur durch Geburt und Verwandtschaft, sondern eben auch durch Liebe, Fürsorge und Zusammenhalt entsteht. Trotzdem gehöre die Herkunftsfamilie genau wie die Pflegefamilie zum Kind und dürfe ihm nicht vorenthalten werden.
„Wer seine eigenen Wurzeln kennt und angenommen hat, kann gut wachsen, um stark und zufrieden zu werden. Dieses Buch soll Kindern helfen, ihre Geschichte zu verstehen – in ihrem eigenen Tempo und mit der Möglichkeit, sich zu identifizieren oder Abstand zu nehmen.“
Mit dem Kinderbuch möchte das SkF erreiche, dass Pflegekinder nicht stigmatisiert werden und sich als selbstverständlichen Teil der Gesellschaft begreifen.